4/14 lebt

Seit vielen Jahren wurde eine gerechte Verteilung der Excendentenversicherungsbeiträge auf die Verursacher größerer Schäden blockiert. Wir alle wissen, daß zum Beispiel Ernst & Young oder KPMG auf die beiden anderen Fraktionen großen Einfluss haben. Man brauchte nur die Präsidiums- oder Vorstandsliste anschauen. Die mittleren und kleineren Kanzleien sind im Präsidium allein durch Kollegen Puffer vertreten.

Jetzt kommen Wahlen. Da geben die Stimmen der Big-Four sicherlich nicht den Ausschlag. D.h., man muss so tun als ob man sich auch in der Sache 4/14 bewegen würde. Bei politischer Durchsetzung des Willen der Mehrheit könnte ja KPMG oder Ernst & Young auf Ihre Fraktionen böse sein. Also bestellen wir Gutachter. Daß sofort wieder Prof. Altenburger, dessen Big-Four freundliche Meinung ja seit 5 Jahren bekannt ist, vorgeschlagen wurde, wundert nicht. Den von uns vorgeschlagenen Fachmann hat man sofort abgelehnt, da er vielleicht nach einer Lösung gesucht hätte. Er hat sich daraufhin von der Kammer zurückgezogen.

Es ist jetzt nur zu hoffen, daß der vorgeschlagene Kompromisskandidat tatsächlich nach der Lösung des Problems sucht, und nicht die Umverteilung unserer Umsatzbeiträge für Versicherungsprämien der Hochrisikosparte wie Jahresabschlussprüfung oder Umgründung befürwortet.

Es kommt nicht darauf an, ob man auf den Groschen genau das Risiko berechnen kann, denn das könne ja nicht einmal die Versicherung. Schadenshäufigkeit, Versicherungen, Risiko etc. haben immer ein Element der Unsicherheit in sich. Aber eins steht fest: das jetzige System ist auf jeden Fall umverteilend zu Lasten der Kanzleien mit hohem Anteil an Buchhaltung, Bilanzierung, Steuererklärungen oder Lohnverrechnung. Wenn der politische Wille nun mehr vorhanden sein sollte, müsste eine Lösung gefunden werden.